Snowden: Menschheit muss sich von dem Knebel der Regierung lösen

Foto: Gage Skidmore / CC BY-SA

Pandemie-Vorkehrungen: »Architektur der Unterdrückung«

»Während sich der Autoritarismus ausbreitet, während sich die Notstandsgesetze vermehren und wir unsere Rechte aufgeben, so opfern wir auch unsre Fähigkeit, den Abrutsch in eine weniger liberale und weniger freie Welt aufzuhalten,« so Snowden.

Edward Snowden ist ein amerikanischer Whistleblower und ehemaliger CIA-Mitarbeiter. Er löste im Sommer 2013 die NSA-Affäre aus und wurde dafür mehrfach ausgezeichnet. Er lebt im geheimen Exil in Moskau.

Bezüglich der Coronakrise wurde er von Vice befragt. In einem Interview mit Shane Smith, offenbarte er seine dringenden Befürchtungen, dass die Aufhebung der bürgerlichen Freiheiten, die Einführung von Notstandsgesetzen und die Verstärkung durch Polizei zur Bekämpfung der Pandemie Teil einer beunruhigenden Machtübernahme der Eliten seien, um die Menschheit zu kontrollieren.

Eine globale Pandemie sei schon seit langem zu erwarten gewesen und Wissenschaftler und Geheimdienste hätten schon seit einiger Zeit die Alarmglocken geschlagen.

Snowden hegt keine Hoffnung, dass die verstärkten Überwachungsmaßnahmen wieder zurückgehen werden: »Glauben Sie wirklich, dass nach der ersten und zweiten Welle, nach der 16. Welle das Coronavirus eine vergessene Sache werden wird? Dass die Regierungen ihre Eingriffe wieder zurückschrauben und die Daten, die gesammelt werden, einfach aufgeben werden?«

»Egal, wie sie genutzt werden, was gerade gebaut wird, ist eine Architektur der Unterdrückung.«

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