Treiben Mainstream-Medien USA in den Bürgerkrieg ?

nathanmac87 / CC BY

Hass ohne Ende Richtung USA:

In einer seit den letzten Tagen des Vietnamkriegs nicht mehr erlebten Einigkeit schüren deutsche Maistream-Medien Hass gegen die Vereinigten Staaten. Unter dem Vorwand, gegen Rassismus in der US-Polizei zu opponieren, wird einseitig über die Umstände, die zum Tod des Schwarzen George Floyd geführt haben, berichtet.

Den Vogel schoss die Illustrierte ›Stern‹ ab – jenes Qualitätsblatt, das vor etlichen Jahren seinen ohnehin nie sonderlich guten Ruf mit der Veröffentlichung angeblicher Hitler-Tagebücher ruinierte; ein Schlag, von dem es sich nie wieder wirklich erholt hat. Zusammen mit einem abwertenden Bild von US-Präsident Trump titelt es: »Der Zerstörer« und in der Unterüberschrift wird gefragt, ob Trump die USA in den Bürgerkrieg treibt.

Das ist schon eine bemerkenswerte Verdrehung der Vorgänge in den Großstädten der Vereinigten Staaten. Denn nicht Trump oder die US-Polizei ziehen plündernd und brandschatzend durch die Straßen – es sind die Schläger der Antifa und diverser vorgeblicher Bürgerrechtsgruppen. Dass Trump die Antifa zur Terrorgruppe erklären wird, hat die Redaktion des Sterns wohl zu diesem wirklichkeitsfreien Ausdruck des Hasses getrieben.

Doch nicht nur der ›Stern‹ beteiligt sich an der Hetzjagd. In der ansonsten nicht unbedingt regimetreuen ›Welt‹ schaffen es gleich drei anti-amerikanische Überschriften nach oben und darunter zeigt sich eine Art Journalismus, wie man ihn von Frontberichten her kennt: »Embedded Jounalism«, zu deutsch »Eingebetteter Journalismus«. Absolut kritikfrei und ideologisch.

»Gespaltenes Land« lautet die erste Überschrift mit einem Bericht von Daniel Sturm, dem USA-Korrespondenten der ›Welt‹ . Das ist die Metapher, mit der die Mainstream-Medien seit drei Jahren über die Vereinigten Staaten berichten. In ihr fließen ressentimentgeprägter Blick auf das Gastland und Wunsch zusammen.

»Ich will nicht, dass dieses Land wie Nazi-Deutschland abdriftet« – Unter dieser bezeichnenden Überschrift darf der gleiche Herr Sturm am gleichen Tag gleich noch einmal berichten. Jetzt sind die USA also schon auf dem Weg in den Faschismus. Ja, der Hinweis ist ein Zitat. Aber als Überschrift hat es das Gewicht einer Behauptung. Dass die Demonstranten unter der Parole »Keine Gerechtigkeit, kein Frieden« Unruhe stiften, scheint den Korrespondenten keine Anmerkung wert.

»George Floyd? Für mich war es Mord – Punkt!« wird von Korrespondent Lars Wallrodt schließlich Tommie Smith zitiert, ein Sportler, der 1968 zu dubioser Berühmtheit gelangte, als er seine zur Faust geballte Hand in den Nachthimmel von Mexiko reckte: Das Symbol für ›Black Power‹, eine Bewegung, die immer wieder für ihren schwarzen Rassismus kritisiert wurde und wird. Ob der Tod von George Floyd wirklich ein Mord war, das entscheidet jedoch eine unabhängige Jury und nicht irgendein voreingenommener Sportler.

Derart orchestriert haben die Mainstream-Medien selten operiert. Doch wie alle guten Orchester brauchen sie niemanden, der sie dirigiert. Der Hass auf Trump und Amerika gehört zu ihrer zweiten Natur. Fast möchte man meinen, er liegt ihnen im Blut.

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