ARD/ZDF stellt schon wieder Hass-Video ins Netz

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Als Satire getarnte Hetze gegen Polizisten bei ›Funk‹

Nach dem Omahasser-Video beim WDR legen die öffentlich-rechtlichen Sender nun mit einem Polizeihasser-Video nach. Der Film, den laut Welt der »junge Comedian Aurel Mertz« gedreht hat, zeigt auf dem Jugendkanal des ZDF einen Mann, der versucht sein Fahrrad aufzuschließen, dabei von zwei Polizisten beobachtet und am Ende von einem Scharfschützen der Polizei ›in Notwehr‹ erschossen wird. Titel des Werks: ›Racial Profiling‹, zu deutsch ›Rassistische Profilerstellung‹.

Auf kritische Nachfragen teilte das ZDF mit, der Beitrag sei »in seiner Überspitzung und Darstellung eindeutig als Satire erkennbar«. Das dürfte dann wohl auch die Tendenz des Filmemachers sein.

Satire ist nach Wiki »eine Kunstform, mit der Personen, Ereignisse oder Zustände kritisiert, verspottet oder angeprangert werden. Typische Stilmittel der Satire sind die Übertreibung als Überhöhung oder die Untertreibung als bewusste Bagatellisierung bis ins Lächerliche oder Absurde.« Schon beim ersten Schauen des Streifens wird deutlich: Hier wird weder kritisiert noch angeprangert, sondern ohne Wenn und Aber verspottet.

Nun heißt es über Spott – gleichfalls bei Wiki –, es handele sich um ein Stilmittel der Kommunikation, bei man sich »absichtsvoll lustig über einen Menschen, eine bestimmte Gruppe oder deren tatsächliche oder vermeintliche Werte« macht. Er kann »scherzhaft gemeint« sein; aber ähnelt dem Hohn. Und Hohn soll, so noch einmal Wiki, »stets verletzen«, er soll eine »Demütigung« sein. 

Das Video mag in den ersten Szenen witzig gemeint sein. Die Polizisten, die ihre Ferngläser auf eine Person richten, die keine zwei Meter von ihnen entfernt an einem Fahrrad hantiert und zudem ein übergroßes Fernglas verwenden. Das ist nicht sonderlich originell und einfallsreich ist es ebenfalls nicht. Aber der Filmedreher ist jung, er übt also noch. Damit könnte der Zuschauer sogar die intellektuelle Armseligkeit der Dialoge erklären. Sofern sie nicht als Selbstironie oder gar als Spott über die Dürftigkeit der öffentlich-rechtlichen Sender gemeint sind.

Nicht zu verzeihen und auch gar nicht witzig ist der weitere Verlauf. Ab 0:50 steht der mögliche Fahrraddieb im Visier eines Scharfschützen, der herbeigerufen wurde. Die Aussage ist eindeutig: Polizisten schießen gerne und schnell. Schon gleich zu Beginn greifen sie übrigens zu ihren Waffen.

In diesem Video wird also, wie man von den staatlichen Erziehungssendern so gerne sagt, eine ganze Palette von Ressentiments gegen Polizeibeamte bedient. Sie sind dumm, gewalttätig und rassistisch. Und das hat mit Satire herzlich wenig zu tun. Eher ist das Gegenteil richtig: Satire wird als Vorwand verwendet, eigenen Hass mit Hilfe von Hohn und Spott unter die Leute zu bringen. Denn schließlich wird auf den Verdächtigen auch noch geschossen. Blutüberströmt sinkt er getroffen zu Boden und stirbt.

Als sich das Opfer dann am Ende als Bruder erweist, weil es »Socken in Sandalen« trägt, brechen die Beamten in Tränen aus, denen man das Lachen zu deutlich anhört. Die Polizisten verhöhnen also schließlich noch ihr Opfer. Oder sind die Schauspieler nur ebenso schlecht wie der Filmemacher selber ? – Kann sein. Aber das ist eine Frage des Geschmacks.

Keine Frage des Geschmacks sind Videos, die auf Kosten des Gebührenzahlers und notdürftig als Satire getarnt Hass auf Polizisten verbreiten.

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