Misstrauen der US-Bürger in Mainstreammedien steigt auf Rekordhöhe

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75 Prozent kritisieren zu starken Einfluss der Eigentümer

Eine am Dienstag veröffentlichte Umfrage zeigt, dass das Vertrauen der Amerikaner in die Nachrichtenmedien schwindet, obwohl sie die Institution immer noch als von unschätzbarem Wert für die Demokratie betrachten. Die Skepsis gegenüber der Objektivität der Journalisten (oder gegenüber denen, die sich selbst als solche bezeichnen) nimmt dramatisch zu.

Der von Gallup und der Knight Foundation zusammengestellte Bericht befragte 20.000 Amerikaner als Teil der Reihe Trust, Media and Democracy und stellte fest, dass die Amerikaner pessimistischer denn je über einen wahrgenommenen Mangel an Objektivität in der Berichterstattung von einem Medienapparat sind, der von kaum verdeckten Agenden getrieben wird.

Zwar sagen 84 Prozent der Amerikaner, dass die Nachrichtenmedien entweder wichtig oder sogar sehr wichtig für eine funktionierende Demokratie sind, doch bereits die Hälfte der Befragten sind der Meinung, dass die Medien sehr voreingenommen sind und sogar drei Viertel der Befragten sind der Überzeugung, dass die Eigentümer von Medienunternehmen die Berichterstattung beeinflussen. Das ist ein Höchstwert in der regelmäßig durchgeführten Umfrage.

Mehr als die Hälfte (54 Prozent) der Befragten glauben, dass Reporter absichtlich Fakten falsch darstellen, und 28 Prozent glauben, dass Reporter die Fakten vollständig ausblenden, ergab die Umfrage weiter. Vor allem die Wähler der Republikaner sind gegenüber den Medien mehr als skeptisch (75 Prozent), während Wähler der Demokraten diese Skepsis kaum teilen (22 Prozent).

Sam Gill, Senior Vice President und Chief Program Officer der Knight Foundation, bezeichnete das erschütterte Vertrauen in Amerikas Nachrichtenmedien in einer Erklärung zusammen mit der Veröffentlichung des Berichts am Dienstag als »korrosiv für unsere Demokratie.«

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