Stadt Essen richtet Denunzationsportal im Netz ein

Screenshot / Quelle: Stadt Essen

Stasi-Methoden auf modern getrimmt

Essen stand einst für Kohle, Kumpels und Knochenjobs. Die Arbeit unter Tage war nichts für Weicheier, da bedurfte es ganzer Kerle. Ehrlichkeit war Trumpf, der Umgang miteinander war mitunter durchaus als rau zu bezeichnen. Aktionen, wie sich die Stadtverwaltung Essen aktuell einfallen ließ, hätte nicht nur für Kopfschütteln bei der Bevölkerung gesorgt, sondern mutmaßlich einen Sturm auf das Rathaus entfacht.

Die Stadt Essen bietet aktuell nämlich ein Denunzationsportal an, mit dem »ein Verstoß gegen die Coronaschutzverordnung« gemeldet werden kann – und soll. Fein säuberlich soll da der Nachbar den Nachbarn denunzieren und beim Ordnungsamt anschwärzen. Ob es eine Prämie dafür gibt – möglicherweise Reisefreiheit – ist bis dato nicht bekannt.

Hätte bereits zu Zeiten eines Erich Mielke und seiner menschenverachtender Stasi samt dem über 600.000 willigen Heer der Helfer (IM) das Internet im selben Ausmaß wie heute existiert, mit genau einem solchen Formular hätten die IM ihre Beobachtungen an ihre Führungsoffiziere gemeldet.

Der Stadtrat in Essen wird von CDU-Bürgermeister Thomas Kufen geführt. Im Wahlkampf um dieses Bürgermeisteramt wurde Kufen bereits 2015 massiv von Angela Merkel unterstützt. Auch im vergangenen August, kurz vor der Kommunalwahl in NRW, besuchte Merkel die Ruhrmetropole, um Kufen erneut zu unterstützen.

Merkel will mit aller Gewalt die mitunter gegen das Grundgesetz verstoßenden Corona-Maßnahmen durchsetzen. Merkel ist im Unrechtsstaat des SED-Regimes aufgewachsen. Sie kennt das Denunzations- und Überwachungssystem von »Horch&Guck«. Und Kufen gehört zum Kreis ihrer Bewunderer. So schließt sich der Kreis.

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