Wissenschaft leidet am Zwang zur »politischen Korrektheit«

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Linke Ideologie: Diskursverengung an deutschen Hochschulen

Früher waren die Universitäten und Hochschulen ein geschützter Raum, in dem man, ohne Konsequenzen zu befürchten, seinen Gedanken, Theorien und Thesen freien Lauf lassen konnte. Es blieb ja im Seminar, im Diskursrahmen, im Milieu. Man nannte das Wissenschaftsfreiheit oder Freiheit der Forschung. Das ist sogar im Grundgesetz (Artikel 5) festgehalten: »Kunst und Wissenschaft, Forschung und Lehre sind frei«.

Heute ist das de facto nicht mehr so. Heute ist die Universität ein geschützter Raum, in dem die Studenten vor andersartigen Meinungen geschützt werden müssen. Eingebettet in einen Wattebausch der »politischen Korrektheit« hat sich ein linkslastiger akademischer Mainstream entwickelt, der Druck auf Andersdenkende ausübt.

Die Folge: Forscher, Wissenschaftler, Professoren und sonstige Intellektuelle werden zunehmend zensiert, sanktioniert, boykottiert, ausgeschlossen und bedroht, wenn sie vom Mainstream abweichen und Thesen formulieren, die politisch nicht korrekt sind oder einer ideologischen Linie nicht folgen.

Das Phänomen betrifft nicht nur »kleine« Dozenten, sondern mittlerweile auch Wissenschaftler von Weltrang, sogar Nobelpreisträger wie den DNA-Entdecker James Watson.

In der NZZ ist zu lesen: »Nicht ohne Grund wächst unter vielen Wissenschaftlern das Unbehagen an einer identitätspolitischen Aufladung der Hochschulen, die hinter jeder traditionellen Forschung und selbst in Klassikern der Weltliteratur eine Exklusion und Diskriminierung von Minderheiten vermutet. Eine Trendwende ist hier nicht in Sicht.«

Einige Akademiker versuchen gegenzusteuern und haben das »Netzwerk Wissenschaftsfreiheit« gegründet. Sie versuchen auf die Entwicklung aufmerksam zu machen. Doch es scheint nur ein Tropfen auf dem heißen Stein zu sein.

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